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KARTOFFELFRUCHTWASSER

Bei der Stärkeherstellung aus Kartoffeln fällt neben organisch belasteten Abwässern auch sogenannte Kartoffelpülpe als Nebenprodukt an. Diese besteht hauptsächlich aus Schalen, Zellwänden und nicht aufgeschlossenen Stärkezellen, welche nach der Stärkegewinnung übrigbleiben. Je Tonne verarbeiteter Kartoffeln fallen ungefähr 240 kg Pülpe sowie 760 Liter Kartoffelfruchtwasser und 400 - 600 Liter sogenanntes Prozesswasser an. Derzeit wird ein Teil der Pülpe als Viehfutter wieder an die Landwirte abgegeben und der größte Teil des Fruchtwassers als Dünger auf die Felder ausgebracht. Da aber die Verfütterung nur einen kleinen Teil der anfallenden Menge ausmacht und das Ausbringen des Fruchtwassers zu einer Überdüngung der Flächen und zur Versalzung des Grundwassers führen kann, müssen mittelfristig alternative Verwertungsmöglichkeiten gefunden werden.


externe Links

- Stärketagung - 56th Starch Convention Detmold (Germany), 20. 04.. – 22. 04. 2005


Literatur

Membrantechnische Abtrennung von Proteinen aus Kartoffelfruchtwasser Heyde, Michael
Membrantechnische Abtrennung von Proteinen aus Kartoffelfruchtwasser
Fortschr.-Ber. VDI Reihe 3 Nr. 575. Düsseldorf: VDI Verlag 1998.
… Beim Einsatz von Zirkoniumoxid-Membranen konnte festgestellt werden, daß impermeable Zonen auf der Membran den Abtransport deckschichtbildenden Materials von der Membranoberfläche in die Kernströmung fördern. Der Filtratfluß steigt mit der Geschwindigkeit der tangentialen Überströmung steil an, bis überströmungsunabhängige Bedingungen vorliegen (>4m/s bei 6 bar) . In diesem Bereich kann über lange Zeiten (>30h) mit stationärem Filtratfluß filtriert werden. Der Deckschichtwiderstand wird dann durch Adsorption von Retentatbestandteilen bestimmt, und hängt vom Ladungszustand der Proteine und der Membranoberfläche ab. In der Nähe des isoelektrischen Punktes der Mehrheit der Proteine (pH 5,8) lassen sich Filtratflüsse von über 50 l/m2h realisieren….